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Emotionen – zwischen Drama und Eisfach

Da stehe ich. Mitten in meinem Drama. Und schaue auf mein Leben. Hin und hergerissen von Emotionen. Mittlerweile im Körper somatisiert und es haben sich Emotionsketten aufgebaut. So lang, dass sie gefühlt von hier bis zum Mond reichen. Ich versuche an den Anfang, dem Ursprung einer einzigen Emotion zu gelangen. Doch durch immer wieder neue und in dazu Resonanz gehende weitere Emotionen, bauen sich Ketten auf. Teilweise wie ein Labyrinth. Ein Labyrinth, von hier bis zum Mond. Freiheit ade ?!

Ganz ehrlich: ich finde diese Vorstellung alles andere als erheiternd. Bin ich ein reaktives Wunder auf 2 Beinen (=Mensch), dass ein Produkt von Emotionsketten ist? Dessen Entscheidungen und weiteren Emotionen, von diesen Ketten abhängt?

NEIN!!! Höre ich mich sagen. Das möchte ich nicht. Und es ‚muss‘ einen Weg daraus geben.

Kennst Du das? Ganz ehrlich? Ich glaube, dass kennen wir alle. Da ist ein Thema. Eine Emotion. Wir bemerken, wie wir auf etwas reagieren. Wie sich etwas in uns aufbaut. Und dann aufstaut. Und wir es nicht loslassen. Nicht hindurchgehen. Sondern Verknüpfungen über Verknüpfungen aufbauen.

 

Vielleicht fragst Du Dich gerade, wo denn der Unterschied zwischen Emotionen und Gefühlen sind?

Nun, ganz kurz: Ein Gefühl ist eher etwas Flüchtiges. Du kannst Dich jetzt fragen: ‚Was für ein Gefühl ist in mir, während ich dieses hier lese? ‘ Gefühle haben ausschließlich etwas mit sozialem Austausch zu tun und werden von Dir erschaffen.

Emotionen sind Reaktionen, die sich dann auch somatisieren können. Emotionen sind an Erfahrungen und vergangene Erlebnisse gekoppelt.

Zum Beispiel an die Verknüpfung von WENN und ABER: ‚Wenn ich erst einmal diesen Job habe, dann werde ich mir etwas leisten können.‘ All Deine dann schon in Dir wohnenden Emotionen, zu dem jetzigen Job und eine in den Sternen stehenden Zukunft, werden aktiv. (Davon abgesehen, machst Du Dich durch diese Aussage abhängig von anderen Menschen und bist nicht in Deiner Eigenverantwortung) Da ist Angst, da ist Hoffnung und jede Menge Unsicherheit in der Aussage.

 

Wir werden uns damit abfinden müssen, dass wir in diesem Leben nicht emotionsfrei werden 😉 Und das ist auch gut so. Doch wir können dorthin kommen, bestimmte Emotionen bzw. deren Ketten / Zusammenhänge, Stück für Stück zu lösen.

 

Ich hätte nie gedacht, dass dies geht. Doch es funktioniert. So gut, dass ich derzeit nahezu irritiert bin. Die Erfahrungsberichte von vielen Menschen, die dies ebenso gelernt haben und dies auch schon bei Ihren Klienten anwenden, sprechen Bände. 👍

Ich war in einem Intensivworkshop zum Thema Organe und Emotionen. Wir Teilnehmer sind vier Tage durch eine emotionale Waschmaschine geschleudert worden. Es zeigten sich durch die Kettenbildungen, vollkommen neue Zusammenhänge zwischen verschiedenen Erfahrungen.

Einfach absoluter Wahnsinn.

Das Unvorstellbare, wird tatsächlich greifbar und umsetzbar.

 

Ich erzähle Dir ein wenig aus meinem Nähkästchen von mir, damit es leichter verständlich ist: bei einer Übung, ging es zum Beispiel um meine Emotion Freude. Klingt erst einmal ganz gut, gell?

Es zeigte sich schnell, dass unsere Emotionen nicht wirklich klar sind, sondern häufig eine Mischung bzw. aus verschiedenen Schichten von Emotionen bestehen.

Unter meiner Freude lag eine recht große Portion von Groll. Durch das Ansehen meines Grolls, konnte ich viele Zusammenhänge erkennen. Mit Hilfe bestimmter Techniken, konnte ich den Groll erkennen, annehmen und in diesem Falle lösen.

 

Doch HALT:

Hab nicht die Illusion, dass keine Emotionen mehr da sind. Doch erfreue Dich daran, dass diese teilweise wieder frei werden und keine neuen Ketten aufbauen, es sei denn Du möchtest das.

 

Und da Emotionen sich meist im Körper niedersetzen, wird es auch für den Körper immer schwerer. Wer kennt nicht die Sprüche aus dem Volksmund wie:

‚Das geht mir an die Nieren‘,

‚Das schlägt mir auf den Magen‘,

‚Ich habe es mit dem Kreuz‘,

‚Ich bin sauer‘,

‚Ich habe die Nase (Schnauze) voll‘

und so weiter und so fort.

Du kennst es. Ich auch. Und diese Sätze kann ich mittlerweile auch nicht mehr hören, da sie einfach zu oft sinnleer benutzt worden sind. Sie wurden so häufig oberflächlich benutzt, dass sie bei den meisten Menschen nur noch Widerstand hervorbringen. Und das kann ich gut verstehen.  👍

 

Und ich bin mir sehr sicher, während Du dieses hier liest, wird Dir einiges klar. Und natürlich ist es toll, sich mit Pflanzen, basischer Ernährung, Affirmationen, Psychologie, Yoga und Sonstigem zu beschäftigen. Es ist gut und hilfreich. Ich tue es auch. Und es mag dem Einen oder Anderen auch tatsächlich nutzen. Alles, was das Bewusstsein fördert, ist gut und hilfreich!!!

Doch es löst nicht immer den Ursprungskonflikt. Nämlich genau dorthin zu schauen, erfordert Mut. Und mitunter auch Veränderungswillen.

Ich persönlich habe meine Möglichkeit gefunden, mit meinen Emotionen umzugehen. Nämlich genau so, wie ich es in dem Seminar gelernt habe. Wenn auch Du davon profitieren möchtest, freue ich mich, von Dir zu hören.

Ich möchte Dir noch von einer weiteren Erfahrung von mir erzählen. Vielleicht kennst Du die folgende Emotion. Es geht um ‚grollig / bockig‘. Nach dem ich davon erzählte und meine Übungspartnerin mir den Ursprungskonflikt (für sich selber, ist der Mensch einfach überwiegend blind, insbesondere dann, wenn es ans ‚Eingemachte‘ geht), und auch die Lösungsebene mitteilte, entspannte sich mein gesamtes System. Plötzlich tauchte wirkliche Freude auf und ich hatte das Gefühl, das mein gesamtes System in den letzten Wochen, auf dieses Seminar gewartet hat. Ich hatte mich im Februar dafür angemeldet und seit dem, kochten in mir die Emotionen hoch und es spitzte sich teilweise für mich fast unerträglich zu. Es war echt anstrengend.

Die Lösungen für unsere Probleme und oder Herausforderungen, liegen oftmals an anderen Stellen vergraben, als wir es uns vorstellen können. Da ist es gut, Menschen von außen darauf blicken zu lassen.

 

Zurück zu meiner Überschrift: zwischen Drama und Eisfach

Mir wurde nach dem Seminar folgende Frage gestellt: ‚Heißt es dann, dass wir eiskalt werden und keine Emotionen mehr haben und nur noch sachorientiert herumlaufen‘? NEIN!!! Um Gottes Willen 😉 Auf gar keinen Fall!

Hauptsächlich geht es darum, die Verstrickungen zu lösen. Ganze Triggernetzwerke zu lockern. Gelassener mit Situationen umzugehen. Mehr Mut zu haben. Echter zu sein. Authentischer zu sein. Noch mehr, in das ICH BIN zu kommen. Und eben nicht, neue Verkettungen mit jeder Situation aufzubauen. Durchlässiger zu werden.

Doch welch Freiheit ist es, selber zu entscheiden, wie ich etwas werten, auffassen und ansehen möchte? Frei von vergangenen Konstruktionen.

 

Wir sind nämlich nicht nur das Ergebnis von vergangenen Erfahrungen. Wir haben tatsächlich die Möglichkeit, uns immer wieder neu und frei zu entscheiden. Und wenn uns jetzt Emotionen von etwas abhalten, gibt es tatsächlich eine Möglichkeit dahinter zu schauen und diese zu lösen. Es mag ja sein, dass die Ergebnisse die gleichen bleiben. Doch ist es definitiv eine Entscheidung aus Freiheit und nicht aus vergangenen Verknüpfungen, die vielleicht auch gar nicht mehr zeitgemäß sind 😉

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Einige Tage nach diesem Seminar bemerke ich, wie es noch tief in mir arbeitet. Ich bin sehr dankbar, diese Möglichkeit gefunden zu haben. Ich bin jenseits von Euphorie. Es ist tiefer. Und grundlegend verändernd. Es ist eine Möglichkeit, sich selber mehr in Freiheit zu leben. Und – wer möchte das nicht?!

Wenn auch Du die Chance nutzen möchtest, emotionale Ketten aufzulösen um aus Deiner Freiheit heraus neue Entscheidungen treffen zu können oder aus immer wieder kehrenden emotionalen Fallen herauszutreten:

Schreibe mir an info(at)sanjatuwet.com. Teile dieser Arbeit, sind auch über Skype machbar. Ich freue mich auf Dich.

Cheers. Auf die Freiheit 🙂

Herzlichst,

Sanja Tuwet

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(Bild: Brooke Lake)