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Fastenzeit: 6 Möglichkeiten und mehr, für Fülle in Hirn und Herz

Wenn Du Dich erinnerst, bemerkst Du vielleicht, dass ich bereits einen Artikel über das Fasten vor drei Jahren geschrieben habe. Du findest ihn auf meinem Blog eingestellt hier: www.sanjatuwet.com/fastenzeit-ist-fuelle/

Aktuell bemerke ich in den Sozialen Medien und dank dem nahenden Aschermittwoch, wie das Fasten wieder Thema ist. Auch ich möchte das Thema wieder aufgreifen, doch dieses Mal noch mal abgewandelter, als beim Letzten Blog zu dem Thema. Beim Letzten Mal schrieb ich auch über das mentale Fasten.

Das mentale Fasten kann sehr hilfreich sein, um sich bestimmter Vorgänge beim Denken bewusst zu werden. Ich schrieb auch über den Verzicht von Social Media für einen bestimmten Zeitraum. Und vieles andere mehr. Ich lade Dich dazu ein, hier nachzulesen: www.sanjatuwet.com/fastenzeit-ist-fuelle/

Gerne möchte ich Dir weitere Möglichkeiten aufzeigen, eine Fastenzeit zu füllen. Und fasten kann Mensch immer: Ob in der Adventszeit, in der klassischen Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern (40 Tage) oder einfach mal so zwischendurch, aus Spaß an der Freude 🙂 Wann immer Du für Dich spürst, Dich und Dein Leben entschlacken bzw. erleichtern zu wollen, hin zu weniger Gepäck, hin zu mehr Hirn und Herz, hin zu mehr Menschlichkeit. Weniger von dem, was uns hindert. Mehr von dem, was uns fördert. Auf jeden Fall immer ein Stück mehr zu Dir. Und außerdem macht ausprobieren total viel Spaß 🙂 Also los, gehen wir spielen 😉

ღ Eine liebe Wegbegleiterin in meinem Leben, hat das ‚Egofasten‘ entdeckt. Für einen bestimmten Zeitraum, gibt es im Sprachgebrauch kein bzw. möglichst wenig von folgenden Wörtern: ‚Ich, mich, mir, meine.‘ Hin zu mehr: ‚Du, Dir, Deine, Wir, Unser.‘ Ich finde die Idee super gut!!! Und ich finde sie so gut, dass ich finde, dass die Idee in die Welt muss. Ich muss zugeben, dass diese Fastenkur echt heftig ist. Sie erfordert eine konsequente besondere Präsenz. Das ICH geht auf, in einem Ozean des WIR. Das ICH wird bewusst zurück gestellt. Und allein sprachlich, ist diese Fastenkur schon eine echte Herausforderung. Ganz ehrlich: ich bewundere meine Freundin dafür, dass sie dies seit Jahren immer wieder regelmäßig tut. Ich übe dieses mittlerweile auch und gebe offen zu: da komme ich echt an Grenzen. Und das ist gut so.

 

ღ Denn Fasten soll und darf uns an Grenzen bringen. Nur dann, wenn ich

regelmäßig an Grenzen stoße, kann ich Neuland entdecken ღ

 

ღ Eine aktuell hochgepuschte Fastenkur ist die, des Intervallfastens. Als mir jemand vor einigen Wochen erzählte, er macht jetzt eine besondere Fastenkur bzw. Diät, sprach die Person von einer Revolution. Intervallfasten heißt nichts anders, als das der Mensch acht Stunden essen kann und darf, was er möchte (Regelernährung) und 16 Stunden fastet, also nichts zu sich nimmt. In der Praxis kann dies also heißen, wenn ich um 10 Uhr frühstücke, ich bis 18 Uhr essen darf. Gefastet wird in diesem Falle also zwischen 18 Uhr und 10 Uhr. Oder zwischen 9 Uhr und 17 Uhr. Wie es einem beliebt. Diese wird auch die sogenannte 8/16 Diät genannt. Doch ich fragte mich, wo da die Neuerung ist. Es gibt Religionen die ähnliches praktizieren. Es gibt Menschen, die dieses seit Jahrzehnten tun. Es hat niemanden bzw. nur wenige Menschen interessiert. Menschen, die zum Beispiel 40 Tage lang, konsequent fasten. Und häufig bemerke ich, dass diese eher ‚mitleidig‘ angesehen werden. Wie schade.

Und jetzt wird die 8/16  häufig als ‚die neue Ernährungsform‘ dargestellt. Als ich jedenfalls der Person mitteilte, dass ich dieses seit 20 Jahren in ähnlicher Weise tue, war sie doch sehr erstaunt und fragte, woher ich dass denn habe. Hm, leider habe ich darauf keine Antwort. Irgendwann kam dies in mein Hirn geflogen. Ich achte darauf, dass ich zwischen dem Abendessen und dem Frühstück, mindestens zwölf Stunden Pause habe. Ich probierte es aus und finde bis heute, dass es mir und meinem Darm und somit auch meinem Hirn wesentlich besser geht, wenn ich die zwölf Stunden Esspause einhalte. Mein Darm hat Pause und wird nicht permanent strapaziert. Und somit kann sich das komplette System für zwölf Stunden einfach mal entspannen. Und dies ist die Regel. Das heißt nicht, dass ich keine Ausnahmen mache. Und ich liebe es übrigens, zu essen 🙂

 

ღ Was kann Dein Hirn und Herz noch füllen in der Fastenzeit? Dann mache mehr davon. Ist es Sport? Sind es Spaziergänge oder Wanderungen? Vielleicht möchtest Du gerne irgendwo mithelfen, vielleicht in einem Tierheim oder Menschen unterstützen, die Hilfe benötigen? Du schaffst es aufgrund Deines Arbeitsalltages nicht regelmäßig oder kontinuierlich? Nun, vielleicht ist es ja eine Möglichkeit, dieses dann zumindest einmal im Jahr während der Fastenzeit zu tun. Besser ein Mal, als kein Mal 😉  Und wer weiß schon, was sich daraus entwickelt??? Oder Du unterstützt in einer Suppenküche, hilfst in einem Jugendzentrum oder sagst der älteren und alleinstehenden Nachbarin zu, sie in dieser Zeit zu unterstützen beim Ausmisten, Renovieren, Einkaufen?

ღ Vielleicht ist es ja auch eine Idee, eine Fastenzeit des Shopping einzulegen? Außer Lebensmittel selbstverständlich. Spiele mit diesen Ideen. Probiere es einfach mal aus. Nicht getan, haben wir schon 😉

ღ Oder Du schaffst es, aufgrund Deines Wohnortes und sonstiger Umstände, den Pkw einfach mal nicht zu benutzen. Mit dem Fahrrad und der Bahn, eröffnen sich vielleicht ganz neue Perspektiven? Und Kontakte?

ღ Wie wäre es, eine Zeit des ‚Plastikfastens‘ zu eröffnen? Jeden Tag fallen Milliarden Tonnen von Plastik an. Und die Welt und ihre Meere sind voll von Mikroplastik. Auf den entferntesten Inseln, mitten im Nirgendwo, werden Unmengen von Plastik gefunden. Vielleicht ist Plastikfasten der Beginn einer neuen Bewegung?

 

Welche Art von Projekt möchtest Du tun, um Dich zu nähren und das Allgemeinwohl zu unterstützen? Ist es eine Verhaltensweise, eine neue Art des Denkens oder bist Du so mutig und machst das Egofasten?

Fasten ist für mich kein Verzicht. Es ist die Eröffnung von neuen Möglichkeiten, Sichtweisen und Perspektiven, mir selber näher zu kommen. Und die Auswahl ist riesig. Du kannst Dich ja auch einfach fragen, auf was Du am wenigsten verzichten kannst oder möchtest oder willst. Und genau davon, fastest Du einfach. Du kannst zum Beispiel mit 24 Stunden anfangen. Dann drei Tage. Dann fünf, dann sieben Tage. Und vielleicht hast Du Lust auf magische drei Wochen oder den kompletten Zyklus von 40 Tagen?

 

Für was auch immer Du Dich entscheidest: es ist Deine Wahl. Und die von Dir getroffene, ist die Richtige für Dich. Denn auch dies unterstützt das so wichtige Vertrauen in uns selbst, auf das ich in meinen unterschiedlichen Blogartikeln immer wieder hinweise. Es ist so wichtig, dass wir immer mehr anfangen, uns selber zu vertrauen. Unserem Körper. Unserem Herzen. Und uns immer weniger davon beeinflussen lassen, was andere sagen. Für Impulse und Anregungen, ist dies durchaus wertvoll und wichtig. Absolut. Doch entscheiden, was für uns gut ist, können in letzter Instanz, nur wir. Hoffentlich 🙂

 

Von Herzen nur das Beste für Dich,

Sanja Tuwet

 

P. S.: Wenn Dir mein Blogartikel gefällt, kannst Du ihn auch gerne teilen. Teilen verbindet und liebende Verbindungen, sind der Klebstoff des Universums.

 

 

Foto: Aaron Burden